klein ganz GROẞ feiern – Genuß pur für euch und eure Gäste

Jetzt zur Corona-Krise ist es nicht die Frage: Große oder kleine Hochzeit? Im Moment sind einfach nur kleinere Gesellschaften erlaubt.
Aber wenn wir wieder unser Leben zurück haben, ist es vermutlich die erste Frage, die Ihr euch bei der Planung eurer Feier stellt.
Nur was heißt GROẞ feiern? Was heißt klein feiern?
Ganz oft wird eine GROẞE Hochzeit mit der Anzahl der Gäste in Verbindung gebracht. Ob eine Hochzeit groß oder klein gefeiert wird, hängt m. E. nicht an der Zahl der Gäste, also 100/150/200 Gäste oder unter 10 bis ca. 30 Personen.

Im Gegenteil: klein kann ganz GROẞ sein.
Schon ganz oft durfte ich für GROẞE Hochzeiten mit einer kleinen Gesellschaft ganz besonders feine Zeremonien gestalten.

Mit einer eher kleinen Gesellschaft fällt es deutlich leichter, eure Traumhochzeit mit allem Drum und Dran zu verwirklichen:

1. Budget – WERT-voller

Fangen wir doch gleich mal mit dem Budget an. Eine Hochzeit mit eher weniger Gästen muss nicht zwangsläufig eine Low-Budget-Hochzeit sein. Ihr könnt euer Budget pro Gast erhöhen: Statt Sekt Champagner - heiraten an eurem Traumort ...
OHNE Kompromisse könnt Ihr euch und euren Gästen alles gönnen, wovon Ihr schon immer geträumt habt.
Auch für alles weitere schöpft Ihr aus dem Vollen: Deko, Give aways, Fotograf, Sänger/Band. Wenn weniger Leute da sind, heißt es nicht, dass es fade wird. Im Gegenteil: Feiern von Anfang an. Es sind ja die Richtigen da – der sogenannte harte Kern, der am Ende eh am längsten aushält.
In euch selber könnt Ihr ebenfalls mehr investieren: Traumschuhe, Traumkleid, Visagist, Anzug … und natürlich die perfekte Rednerin, die euch eine unvergessliche, ganz persönliche Trauungszeremonie auf den Leib schneidert.

DIY Einladungskarte

2. DIY macht Spaß - der Spaß bleibt beim DIY

DIY soll Spaß machen. Schließlich hat keiner hat Lust auf tagelange Nachtschichten oder auf Streitereien, weil man sich übernommen hat.
Auf Pinterest werden Ideen gesammelt. Material wird eingekauft. Der Bastelmarathon beginnt – bis es irgendwann keinen Spaß mehr macht, die 70 Einladungskarten auszuschneiden, zu bekleben, zu falten usw. usw. Oder Tischdeko, Gastgeschenke für 100 Gäste zu basteln.
Weniger ist tatsächlich mehr. Für 20 oder 30 Gäste könnt Ihr voller Liebe und Aufmerksamkeit jede noch so aufwändige Einladungskarte oder das Gastgeschenk oder die ausgefallene Tischdeko basteln. Der Spaß bleibt bis zum Schluss erhalten und der Stolz auf euer Werk!

Tücher aus echtem Stoff für die Freudentränen

3. Ökologischer Fußabdruck - Greenwedding

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nachhaltigkeit, der ökologische Fußabdruck eurer Hochzeit. Wenn weniger Gäste eingeladen sind, entstehen weniger Emissionen bei der Anreise. I. d. R. kennen sich die Gäste bei kleinen Hochzeitsgesellschaften schon im Vorfeld besser, die Chance ist größer, dass Fahrgemeinschaften gebildet werden, oder Ihr mietet gleich eine gemeinsame Anreisemöglichkeit.
Es werden außerdem weniger Ressourcen verbraucht wie Papier, Nahrungsmittel, Getränke, Tischwäsche, Blumen usw. Wie vorher schon erwähnt, Ihr könnt so einiges DIY machen.

deutsch-englische Trauung

4. Überall heiraten – ganz egal wo

Ein weiterer nicht zu gering schätzender Vorteil ist, dass Ihr praktisch überall heiraten könnt: daheim in eurem Garten, im Garten der Eltern oder Großeltern, an einem lauschigen Plätzchen an einem See oder im Wald (evtl. genehmigen lassen), auf einer rustikalen Berghütte (miteinander hochwandern und am nächsten Tag wieder runter), in den sonnigen Süden fahren, sich auf einer Finca oder einem Gutshof einmieten. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

5. NUR mit euren Liebsten oder mit Tante Frieda? Onkel Uwe? Cousine „wer“?

Immer wieder erlebe ich, dass die Stimmung bei großen Hochzeitsgesellschaften ein wenig verhalten ist. Es ist eine Großveranstaltung mit vielen unterschiedlichen Gruppen, die sich meist nicht besonders gut kennen oder auch das 1. Mal aufeinandertreffen. Was soll man miteinander reden? Wer seid Ihr? – Aha. Und dann wendet man sich dem nächsten zu. Die Stimmung, die bei der Trauungszeremonie kreiert wurde, verpufft irgendwie. Ich finde das sehr schade.
Auch für das Brautpaar fühlt es sich oft nicht so besonders an: Da gratuliert eine Tante, die man bei der Kommunion das letzte Mal gesehen hat. Es stellt sich eine Cousine vor, die man nur dem Namen nach kennt. Die Gratulationsschlange scheint endlos zu sein.

Natürlich ist das die perfekte Gelegenheit, mal seine komplette Verwandtschaft neu kennenzulernen. Es ist die Frage, ob Ihr das gerade an eurer Hochzeit möchtet.

Ganz anders ist es bei diesen kleinen, feinen Gesellschaften:
Jeder kennt jeden. Sofort ist der Kontakt untereinander hergestellt. Nach der Trauungszeremonie geht es einfach weiter – auch weil die Gratulation nicht gefühlt endlos Zeit braucht. Ihr könnt sofort mit allen auf eure Zukunft anstoßen. Manchmal integriere ich das auch gleich in die Zeremonie: Ein Hoch auf euch! – Stimmung pur!

unterschiedliche Gedecke für Hochzeit

6. Jeder Gast fühlt sich noch mehr willkommen

Einer unter vielen – Einer unter wenigen. Als Gast bei einer kleinen Feier fühlt man sich doch gleich deutlich willkommener. Er fühlt sich wertgeschätzt, weil er euch so wichtig ist. Er bekommt die Gewissheit: Ja, ich bin ein Lieblingsmensch! Ich darf bei einem der wichtigsten Lebensereignisse dabei sein: Freude pur!

selbstgebackenes Brot als Segen

7. ZEIT – ZEIT – ZEIT

Der (in meinen Augen) wichtigste Aspekt: Ihr habt schlicht und ergreifend Zeit.

Zeit für euch
Dabei wäre es so wichtig, gerade an diesem Tag sich mal einige Minuten für sich selber zu nehmen. Einander in die Augen zu schauen: Hey, wir sind jetzt verheiratet, wir sind Mann & Frau, wie fühlt es sich für dich an, diesen wundervollen Ring am Finger zu spüren, ich könnte vor Glück schreien!
Gefühle brauchen Zeit, um wirklich gefühlt zu werden.

Zeit, euren großen Tag zu genießen – mit allen Sinnen
Sammelt so viele Sinneseindrücke wie möglich. Eure Erinnerungen werden euch die Kraft geben, auch mal so manche Flaute auszuhalten.

Zeit, um euch wirklich mit jedem eurer Gäste zu unterhalten.
Bei den großen Hochzeitsgesellschaften erinnert mich das Brautpaar an Marathonläufer. Ohne Pause geht es von einem zum anderen. Man will ja wenigstens mit jedem mal ein paar Worte gewechselt haben. Rechnet mal hoch: 5 Minuten pro Gast bei z. B. 100 Gästen = 500 Minuten = 8 Stunden 20 Minuten. Das ist beim besten Willen nicht zu schaffen.

Zeit, euer Essen auch wirklich zu genießen
Wenn Ihr die „für euch“-Seite schon gelesen habt, wisst Ihr ja, wie gerne ich gut esse.
Umso mehr tut es mir in der Seele weh, dass das Brautpaar bei großen Hochzeitsgesellschaften kaum zum Essen kommt. Die beiden sind so im Marathon-Modus, sich um jeden Gast zu kümmern:
Da wird schnell die Hochzeitstorte angeschnitten, die Teller auf den Platz gestellt, ein Happen gegessen und schon geht es zu den Gästen.
Beim Menü am Abend ist es dasselbe in Grün.

Ihr nehmt euch so viel Zeit für die Auswahl von Torten, Kuchen und Menü. Deshalb solltet Ihr alles auch in Ruhe und mit Appetit genießen.

freie Theologin Bodensee

8. Die Zeremonie – so intim wie nie

Das Beste kommt natürlich zum Schluss: Eure kleine, feine, intime Trauungszeremonie.

Mit ihr startet Ihr nicht nur in den offiziellen Teil eures Hochzeitstages, sondern (noch viel wichtiger) in eure gemeinsame Zukunft als Ehepaar.

Ich liebe diese intimen Zeremonien. Sie eröffnen mir einen ganz anderen Gestaltungsspielraum, weil ich jeden einzelnen eurer Gäste, wenn Ihr das möchtet, mit einbinden kann. Eure freie Trauung wird zu einem kuscheligen Kokon voller Liebe und Emotion und ganz viel Lachen und Weinen – manchmal sogar beides gleichzeitig.

Dazu eine Szene aus einer meiner liebsten Erinnerungen:
Das Brautpaar lernte sich bereits in frühester Jugend in einer Band kennen. … und irgendwann kam die Hochzeit, die nicht irgendwo gefeiert wurde. Nein, die beiden feierten mit 9 Gästen, zwei Fotografen und mir in der traumhaften Landschaft der Toskana.

Schon beim 1. Traugespräch war mir klar, dass ich die alten Mitglieder der Band aktiviere (Eltern und Trauzeugen). Die beiden suchten sich ihre Musiktitel aus und dachten, es würde alles abgespielt werden. Falsch gedacht! Es wurde auch live gesungen. Als Einleitung in den Ringwechsel besonders romantisch und als Highlight war noch eine Variation mit Kazoo geplant. Die Tränen flossen in Strömen … und dann stellte eine der Sängerinnen fest, dass sie statt des Membranophons ihr Feuerzeug eingesteckt hatte. Die Reaktion fiel sehr direkt aus: Sch … - ein Satz zum Stuhl, das Kazoo genommen und weiter gespielt.
Sie konnte so frei und ungezwungen reagieren, weil einfach die Feier so frei und ungezwungen war. Wir waren alle am Vorabend schon angereist, hatten miteinander gegessen, den Trauungsort vorbereitet. Es war unsere gemeinsame Feier für die beiden. Hier findet Ihr das Feedback der beiden.

Es ist diese Vertrautheit, die eine kleine feine intime Trauung so besonders macht. Natürlich sind alle aufgeregt, aber nicht nervös. Die Aufregung kommt daher, weil wir miteinander einen ganz besonderen, unbeschreiblichen Moment erleben werden, in dem aus einem Brautpaar ein Ehepaar wird.

Ich wünsche auch euch dieses Erlebnis. Es ist so unbeschreiblich, weil es einfach gefühlt und erlebt werden muss.

Eure
         Silvia

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